Die Schulter: Konservative und postoperative Rehabilitation

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Die Schulter: Konservative und postoperative Rehabilitation

Dieser Kurs soll Sicherheit im Umgang mit Schulterpatienten vermitteln. Sie erlernen, wie man mit dem Hintergrundwissen um die vorhandene Gewebsschädigung und/oder um das operative Vorgehen durch den richtigen zeitlichen Einsatz bestimmter Behandlungstechniken zu einem guten therapeutischen Ergebnis gelangt. Denn die Schulterregion mit ihren Gelenken und Strukturen ist eine sehr komplexe Funktionseinheit. Ein gutes Zusammenspiel von verschiedenen Gelenken sowie der humeruskopfzentrierenden  und schulterführenden Muskulatur ist entscheidend. Bedingt durch die Vielzahl der aufeinander abgestimmten Bewegungsabläufe kann es zu sehr  vielschichtigen Krankheitsbildern und Funktionsstörungen der Schulter kommen. Häufig beginnen die Probleme mit einer solitären Läsion, zum Beispiel einer Rotatorenmanschettenmuskelverletzung, hervorgerufen durch einen Sturz oder ein plötzliches Ziehen am Arm. In der Folge kann es zu einer Dezentrierung  des Humeruskopfes kommen. Diese wiederum kann durch die unphysiologische Belastung der Gelenkflächen langfristig zu einer Arthrose führen. Gleichzeitig könnte aber auch ein Impingementsyndrom oder durch die fehlende muskuläre  Stabilisierung eine habituelle Luxationstendenz des Schultergelenks entstehen. Aus einer einfachen Verletzung kann sich also mit  der Zeit ein multifaktorielles Geschehen ergeben. Im schlimmsten Fall würde eine einfache, solitäre Muskelverletzung am Ende sogar eine prothetische Versorgung der Schulter nötig machen. Physiotherapeuten sollten sich angesichts dieser Komplexität bewusst sein, dass es Verletzungen an der Schulter gibt, die mit Therapiemaßnahmen positiv beeinflussbar sind, aber nicht in jedem Fall aus der Welt geschafft werden können. Wichtig für uns Therapeuten ist daher neben dem  handwerklichen Know-How vor allem auch eine realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten unserer Therapie beim speziellen Krankheitsbild.Gleichzeitig kommt es bei vielen Krankheitsbildern der Schulter auf den rechtzeitigen Einsatz bestimmter Maßnahmen an.

Sie erlernen eine effiziente Befunderhebung und eine auf die Pathologie abgestimmte Therapie. Desweiteren werden Sie darin geschult, Patientenangaben besser zu deuten und die notwendigen Therapiegriffe korrekt durchzuführen. Sie erhalten Informationen zu den OP-Techniken, die Ihnen die tägliche Arbeit erleichtern wird und viele Unsicherheiten im Umgang mit operierten Patienten nehmen wird.

Kursinhalte
  • Anatomie und funktionell wichtige Zusammenhänge der Schulter, v.a. die für das Gesamtergebnis so wichtigen Bewegungsabfolgen im Schultergürtel und deren zeitgerechte Therapie
  • Physiologie, Pathologie und typische Traumen der Schulter
  • Wichtige differentialdiagnostische Tests zur Ausdifferenzierung der vorherrschenden Pathologie
  • Pathologiespezifische, konservative Therapieansätze
  • OP Verfahren bei z.B. : a) Labrumrefixationen, b) Subacromiale Decompression, c) Traumatische Rotatorenmanschettenruptur, d) Schulterprothese ( Trauma- bzw. Arthrosebedingt), e) Proximale Humeruskopffraktur, f) Degenerativer Rotatorenmanschettenschaden, g) Schulterluxation, h) Impignement Syndrom, i) ACGelenkresektion
  • Operationsspezifisches Therapievorgehen und therapieentscheidende Informationen für die Patienten (z.B. Film zum Einbau einer Schulterprothese)
  • Therapieschemen Schulter

Praxisteil:

  • Erlernen wichtiger manueller und trainingstherapeutischer Behandlungstechniken an der Schulter, z.B.:
  • Spezifische Mobilisationstechniken des Schultergelenkes und der claviculären Gelenke
  • Bahnung der notwendigen Außenrotation des Schultergelenkes (mit mobilisierenden und stabilisierenden Techniken)
  •  Wiederherstellung des glenohumerale Rhythmuses
  • Spezifische Weichteiltechniken an der schulterumgebenen Muskulatur und an der Rotatorenmanschettenmuskulatur selbst
  • Gezieltes Propriozeptionstraining der Schulter
  • zeitgerechtes Hausaufgabenprogramm für den Patienten
  • Das Erarbeiten spezieller Therapieziele und Musterbehandlungen werden auch anhand filmischen Materials am Patienten dargestellt

Kursgebühr

EUR 350,00

Fortbildungspunkte

30 Fortbildungspunkte

Kursdaten

29.10.-31.10.2016

Kursdauer

3 Tage, Samstag-Montag, mit insgesamt 30 UE

Unterrichtszeiten

Freitag 8.30 bis 18.00 Uhr, Samstag 8.30 bis 18.30 Uhr, Sonntag 8.30 bis 15.45 Uhr

Kursleitung

Jens Schönbeck, Physiotherapeut, Heilpraktiker, (Osteopathie, Manuelle Therapie, Trainingstherapie, PNF und Neurodynamik)

Adressaten

PT, ET, HP, interssierte Ärzte