Weiterbildung sektoraler Heilpraktiker Physiotherapie in NRW

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Weiterbildung sektoraler Heilpraktiker Physiotherapie in NRW

Das Curriculum unserer Weiterbildung ist vom Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf) geprüft und offiziell anerkannt. 

Die beschränkte Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (Physiotherapie) nach § 1 Absatz 1 HeilprG (sektoraler Heilpraktiker) ermöglicht es dem Physiotherapeuten/in, unabhängig von der ärztlichen Verordnung, also ohne Rezept, Patienten im physiotherapeutischen Bereich zu behandeln und diese privat abzurechnen.

Nach wie vor nicht erlaubt ist das Ausstellen naturheilkundlicher Rezepte, invasive Techniken oder Eingriffe (Akupunktur, Infusionen etc.) vorzunehmen, ebenso Manipulationen oder Osteopathie.

Zur Erlangung der sektoralen Heilpraktiker-Erlaubnis ist keine amtliche Prüfung erforderlich, sondern es müssen Kenntnisse und Fähigkeiten durch eine Schulung nachgewiesen werden, wie sie im Fortbildungszentrum Hagen erlangt werden können.

Es erlaubt nach der Absolvierung (inklusive interner Prüfung), die „Beantragung nach Aktenlage“ (Grundlagen u.a.: 3 C 19.08, „Physiotherapie“; GewArch 2010, S. 43; MedR 2010, S. 334.BvwG und Urteil des OVG NRW vom 13.06.2012 13 A 668/09/7K 4224/07 Düsseldorf).

Im Nachfolgenden sehen Sie alle Kriterien, die zur Erlangung des sektoralen Heilpraktikers „Physiotherapie“ zu erfüllen sind, wobei im Fortbildungszentrum nur der Punkt 6. „Weiterbildungskurs zum sektoralen Heilpraktiker Physiotherapie“ absolviert werden muss. Die weiteren Unterlagen sind dem Gesundheitsamt (für NRW Düsseldorf) zuzusenden.

Allgemeine persönliche Voraussetzungen zur Erlaubniserteilung:

  1. Vollendung des 25. Lebensjahres
  2. Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses der Belegart „O”, das keine belastenden einschlägigen Einträge im Bezug auf die Berufsausübung enthält und das bei Antragstellung nicht älter als 3 Monate sein darf
  3. Vorlage eines ärztlichen Attestes, das bei Antragstellung nicht älter als 3 Monate sein darf und aus dem die psychische und physische Eignung zur Ausübung der Tätigkeit als Heilpraktiker für Physiotherapie hervorgeht
  4. Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Physiotherapeutin / Physiotherapeut nach dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG)
  5. nachgewiesene 4-jährige Berufstätigkeit (mit durchschnittlich mindestens 30 Stunden Wochenarbeitszeit).
  6. Zusatzqualifikation / Weiterbildungskurs zum sektoralen Heilpraktiker Physiotherapie (60 UE)

weitere Informationen des Gesundheitamts Düsseldorf erhalten Sie HIER

 

Kursinhalte

Berufs- und Gesetzeskunde (10 UE)

  • Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heiipraktikergesetz)
  • und Durchführungsverordnungen zum Heiipraktikergesetz (DVOHeilprG)
  • Grundgesetz (insbes. Artikel 2 Absatz 2 Grundgesetz: Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit
  • Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen
  • (Infektionsschutzgesetz – IfSG) und Hygieneverordnung des Landes NRW
  • Verordnung über den Schutz vor Schäden durch Röntgenstrahlen (Röntgenverordnung – RöV)
  • Arzneimittelgesetz (AMG)
  • Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung A M W ) (§1, Anlage 1)
  • Betäubungsmittelgesetz (BtMG)
  • Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten
  • (PsychKG) des Landes NRW

Diagnostik und Indikationssteilung (50 UE)

  • Kenntnisse über Erkennung und Unterscheidung, Prävention und Rehabilitation
  • von Störungen des Herz-Kreislaufsystems, des Atmungssystems, des Bewegungsapparates,
  • von bösartigen Neubildungen, von Stoffwechselerkrankungen,
  • von Infektionskrankheiten, degenerativen Erkrankungen, neurologischen,
  • psychosomatischen und psychischen Erkrankungen, Erkrankungen der
  • Sexualorgane, geriatrischen Krankheitsbildern und der Entwicklung von Kleinkindern
  • und Säuglingen einschließlich möglicher Entwicklungsstörungen.
  • Kenntnisse über Anzeichen für Komplikationen von Erkrankungen und Befunden
  • wie Rheuma, Gicht, Arthrose, Kopf-, Schulter-, Rücken-, Hüft-, Knieschmerzen,
  • Thrombose und Thrombophlebitis, Lymphödemen, von Erkrankungen
  • des Nervensystems und der Nervenbahnen, wie Polyneuropathie,
  • Nervenläsionen, Isolierte Paresen, Schädigung des Rückenmarks, Meningitis
  • und das Cauda-Syndrom, und von Erkrankungen des Knochens und Knochenmarks,
  • wie Osteoporose, Knochenmetastasen, Osteomyelitis und Plasmozytom
  • Kenntnisse über Anzeichen für Komplikationen ansteckender Hautkrankheiten,
  • Tumorerkrankungen und Störungen des Lymphsystems, mögliche komplikationsträchtige
  • Ursachen von Schmerzen und Schmerzsyndromen bei lebensbedrohlichen
  • Krankheiten z. B. thorakaler Erkrankungen (Herzinfarkt),
  • Enzephalitis, Epi- und Subduraihämatom, Aneurysmablutungen und abdominaler
  • Erkrankungen, u • Kenntnisse über Anzeichen für Folgen und Komplikationen von Immobilität,
  • wie z, B. Dekubitus, Thrombose und Lymphstau einschließlich deren Prävention
  • und Rehabilitation. • Erkennen von Warnhinweisen, bei deren Vorliegen eine zusätzliche Diagnostik
  • durch eine Ärztin / einen Arzt erforderlich und einzuleiten ist, insbesondere
  • nach Trauma, Tumorerkrankungen und bei Entzündung, Blutung, Gefäßverschluss,
  • Symptomen aus dem psychosomatisch-neurologisch-psychiatrischen
  • Bereich, anhaltende, zunehmende oder rezidivierende Beschwerden unter der
  • Therapie, längerfristige Arbeitsunfähigkeit und Gewichtsverlust.
  • Interpretation von (Fremd-) Befunden aus dem medizinisch-technischen Bereich
  • (Labor, bildgebende Verfahren, Funktionsdiagnostik usw.) zu den in Unterpunkt
  • 1-5 aufgeführten Erkrankungen und Krankheitszeichen.

Erfolgskontrolle der In den Schulungen erworbenen Kenntnisse

  • Die Erfolgskontrollen dürfen höchstens zu einem Drittel als Multiple-Choice-Test ausgestaltet sein, sollen mindestens 45 Minuten umfassen und einen Querschnitt der Schulungsinhalte abfragen

 

Kursgebühr

EUR 495,00

Fortbildungspunkte

60 Fortbildungspunkte

Kursdaten

Teil 1. 17.11.-19.11.2017 und Teil 2: 12.01.-14.01.2018

Teil 1: 27.04.-29.04.2018 und Teil 2: 01.06.-03.06.2018

Teil 1: 16.11.-18.11.2018 und Teil 2: Beginn 2019

Kursdauer

2×3 Tage mit insgesamt 60 UE á 45 Min.

Unterrichtszeiten

täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr

Kursleitung

Cora Wroz, Heilpraktikerin, approbierte Apothekerin, Leiterin HP-Schule Witten, Kooperationsschule des BDH (Bund deutscher Heilpraktiker)

Adressaten

Physiotherapeuten/Innen mit Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung nach dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG)