Sportphysiotherapie (150 UE)

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Sportphysiotherapie (150 UE)
– anerkannt vom Deutschen Olympischen Sportbund -

Dieser Kurs ist anerkannt vom Lehrstab des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Eingangsvoraussetzung für Physiotherapeuten, Masseure und med. Bademeister zur Weiterbildung zur „DOSB-Sportphysiotherapie“.

Nach Abschluss der Ausbildung mit bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer/In das Zertifikat zum

„Sportphysiotherapeuten“.

Das Zertifikat zum Sportphysiotherapeuten bescheinigt dem Teilnehmer/In den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildungsmaßnahme in Sportphysiotherapie nach Prüfungsrichtlinien des Fachbereichs Sportphysiotherapie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und ist von diesem anerkannt.

Es findet in jedem Kurs zusätzlich eine Sportart- Einführung durch einen Profi-Sportler statt, in den letzten zwei Jahren z.B. durch einen Degen-Fechter der Nationalmannschaft, davor Basketball durch einen Basketball Bundesliga Spieler.

Die Prüfung wird durchgeführt durch den Leitenden Arzt und Leitenden Physiotherapeuten zzgl. zwei weiterer Dozenten, in vier Stationen:

a) Ärztlich Mündlich b) Sportmassage Praxis c) Tapen Praxis d) Befund/Behandlung Praxis).

Am Abend vor der Praxis Prüfung findet die schriftliche Lernerfolgskontrolle statt.

 

In Kooperation mit der RuhrSport Reha Bochum

Kursinhalte
  • Sportverletzungen und Sportschaden: Sportverletzung und / oder Überlastung, Orthopädische Test- und Diagnoseverfahren, Anamnese (Befunderhebung, Vorgeschichte, Verletzungsmechanismus), Inspektion der Beschwerden, Palpation,, Bildgebende Verfahren, Einteilung der Verletzung der Schweregrade, Orthopädische Behandlungskonzepte, Aktuelle Entwicklungen in den Op-Techniken, bezogen auf Art und Schwere der Verletzung und die betroffene Körperregion-sowie resultierende Nachbehandlung
  • Doping und Pharmaka im Sport: Verbotene Dopingmittel, -methoden, Eingeschränkt zugelassene Wirkstoffgruppen, Medikamente auf der Dopingliste, Dopingkontrollen, Wirkung und Gefahr des Dopings
  • Muskelphysiologie: Energiebereitstellung, -Stoffwechsel, Fasertypen und Hilfseinrichtungen (Sehnen, Faszien, etc.), Kontraktionsmechanismen, Kontrolle der Kraftentwicklung, Muskelspannung, -entspannung, -dehnung, Biologische Anpassungsfähigkeit, -mechanismen des Muskels an Belastung (Training) und Ruhigstellung,
  • Ernährungsphysiologie: Grundlagen der Ernährung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit, Nährstoffe und Nährstoffbedarf Kohlehydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Ballaststoffe, Spezielle Anforderungen im Sport, Energieverbrauch bei sportlicher Belastung, Sportartspezifische Ernährung, bedarfsangepaßte Basisernährung im Sport, Flüssigkeitshaushalt im Training und Wettkampf, Nahrung, Gesundheit, Krankheit, Rehabilitation, Supplementierung-Nahrungsergänzung
  • Leistungsphysiologie: Energieverbrauch und- Resynthese ATP und CP, Glykogen und Tryglizeride, Adaptionsmechanismus und- Richtung der Energiebereitstellung bei unterschiedlichen Belastungsformen ( anaerob alaktazid, anaerob laktazid, aerob)
  • Struktur und Funktion der Gewebe: Struktur und Aufbau von Muskel, Sehne Band und Knorpel (Zellen, Fasern und Grundsubstanz), Funktion und Belastbarkeit der Gewebe, Adaption an Belastung, Ruhigstellung und Immobilisation, Verletzung und Wundheilung, Schweregrad Wundheilungsphasen, Systemische Einflussfaktoren, Nahrung, Hormone, Alter, Lokale Einflussfaktoren, Entzündungen und Infektionen, Wärme und Kälte, Blutversorgung- und zirkulation, Schweregrad und Orte der Verletzung, Mechanische Einflussfaktoren, Immobilisation, Frühzeitige Mobilisation/ Bewegung/ Belastung, Hypo-/Hypermobilität
  • Funktionelle Anatomie im Rahmen der klinischen Diagnostik: Untere Extremität, Fuß- Knie,- Hüftgelenk, Obere Extremität, Schulter,-Ellenbogen,- Handgelenk, Wirbelsäule, Anatomie in Vivo/Palpation
  • Physiotherapeutische Fachbereiche Klinische Diagnostik: Aufbau einer systematischen Untersuchung, Schnelldiagnostik, Interpretation der Untersuchungsergebnisse, Neurophysiologie, Untersuchungstechniken
  • Erste Hilfe nach Sportverletzungen: Schnelldiagnose, Sofortmaßnahmen am Unfallort, Weichteilverletzungen, Frakturen, Luxationen und andere Traumata, Fortsetzung der sportlichen Aktivität oder Einleitung der Therapie, Ausstattung und Material zur ersten Hilfe
  • Physikalische Therapie: Grundlagen der physikalischen Therapie im Sport, Stellenwert einzelner Therapieformen, Indikationen von: Aktiven Maßnahmen, Sportmassage, Lymphdrainage, BGM, Reflexzonenmassage, Segmentale Therapie, Passive Maßnahmen, Thermotherapie, Elektrotherapie, Balneotherapie, Wellentherapie, Ultraschalltherapie, Lasertherapie, u.a., Möglichkeiten und Grenzen, Sportphysiotherapeutische Erfahrungen und Praxis
  • Massage in der Sportphysiotherapie: Einsatzbereiche der Massage im Sport, Training, Wettkampf, Regeneration, Unterschiede in der Zielsetzung klassischer Massage und Sportmassage, Spezielle Massagetechniken, DOSB Sportphysiotherapie
  • Tapen, Bandagieren, Orthesen und Braces im Sport: Möglichkeiten und Grenzen der Tape- und Bandagenversorgung sowie von Braces und Orthesen, passive Stabilität (mechanisch), aktive Stabilität (neurophysiologisch9, Kompression (mechanisch), Reminder Prinzip (psychisch), partielle Mobilisierung und Immobilisierung, Probleme mit Tapekonstruktionen und Bandagen, Hautirritationen, – Vorbehandlung der haut, Irritationen von Nerven, Sehnen und Gefäßen, Materialkunde (Tape, Bandagen, Unterbandagen), Präventive und therapeutische Tape- und Bandagenkonstruktionen an verschiedenen Gelenken
  • Rehabilitationstraining: Theoretische Grundlagen zur Planung und Durchführung eines systemischen Rehabilitationstrainings/ Medizinischen Aufbautrainings (MAT/MTT), Bedeutung der Wundheilung für die Rehabilitation, Differenzierung der Heilungsaussichten in abhängigkeit von der verletzten Struktur, vom Verletzungsmechanismus, vom Schweregrad der Verletzung, von der aktuellen Belastbarkeit, von der therapeutischen Vorgehensweise, Rehabilitationstraining in der Abgrenzung zum sportlichen Training: Schmerzfreiheit, Normale Beweglichkeit, Koordination/Stabilität, Bahnung physiologischer Bewegungsabläufe, dreidimensionales Training, Aufbau der Kraft- und Ausdauerfähigkeiten, Sportartspezifische und verletzungsabhängige Rehabilitation bis zur Aufnahme des normalen sportlichen Trainings, Aufbau sportmotorischer Fähigkeiten
  • Sportartspezifisches Rehabilitationstraining: Sportartenanalysen (Bestimmung der leistungsbestimmenden Faktoren und Gefährdungszonen), Praxis des sportartspezifischen Trainings auf Basis der physiologisch begründeten Trainingslehre (z.B. Freihanteltraining, Aquajogging, Lauf,- Sprung,- und Wurf, ABC, Kraft,- Ausdauer und Schnelligkeitstraining), Planung und Periodisierung der Rehabilitation
  • Sportwissenschaftliche Fachbreiche: Trainingslehre: Grundlagen, Trainingsbegriffe,- Ziele,- mittel,- Methoden,- Inhalte, Belastungsnormativa: Umfang, Intensität, Belastungsdauer, Belastungsdichte, Prinzipien der Trainingsgestaltung, Wechsel von Belastung und Erholung, Superkompensation, progressive Belastungssteigerung, Periodisierung und Planung, Programmierung, Allgemeine und spezielle Ausbildung, Variation der Belastung, Motorische Grundeigenschaften und komplexe motorische Fähigkeiten, Kraft, Strukturanalyse und Definition der motorischen Eigenschaft (Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer, Relativkraft), Differenzierung der Trainingsmethoden nach Wirkrichtung, Trainingsbegleitende Maßnahmen, Warming up / Cool down, aktive Maßnahmen (Stretching, Dehnen, Funktionsgymnastik), passive Maßnahmen (Sauna, Massage etc.)
  • Sportpsychologie: Einführung und Grundlagen: Arbeitsgebiet Sportpsychologie Definition und Abgrenzung, Mentale Trainingsformen im Sport, Entspannungs-,Aktivierungstechniken und Regulierung der sportlichen Aktion, Stressmanagement), Gesprächsführung und Kommunikation
  • Leistungsdiagnostische Kontrollverfahren: Theoretische Grundlagen (Einsatzfelder und Aufgaben, Möglichkeiten und Einschränkungen), Einfache motorische Testverfahren
  • Biomechanik und Bewegungslehre: Grundlagen der Biomechanik: Mechanik, Kinetik, Kinematik, Dynamik, Biomechanische Testverfahren und Messgeräte, Funktionell anatomische Betrachtung, Muskelfunktionsanalyse
Beispiel eines Praxis Teils der DOSB Ausbildung:

Fechteinführung mit Fabian Herzberg, Nationalmannschafts-Degenfechter

Kursort

jeweils Donnerstag und Freitag = Medizinisches Fortbildungszentrum Hagen, Franzstr. 4, 58091 Hagen,
jeweils Samstag und Sonntag = RuhrSportReha Bochum, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

Kursgebühr

EUR 1.150,00

für Absolventen unseres KGG Kurses (Krankengymnastik am Gerät) gilt eine ermäßigte Kursgebühr in Höhe von EUR 990,00

Fortbildungspunkte

150 Fortbildungspunkte

Kursdaten

Ausbildung in 2017:
Teil 1: 13.09.-17.09.2017
Teil 2: 04.10.-08.10.2017
Teil 3: 22.11.-26.11.2017

Kursdauer

3 x 5 Tage mit insgesamt 150 UE

Unterrichtszeiten

täglich 9.00 – 18.00 Uhr

Kursleitung

Fachliche Leitung: Axel Kautz, Physiotherapeut, Lehrstabmitglied DOSB, Mitglied im Medizinischen Team DLV, Sportphysiotherapeut DOSB

Ärztliche Leitung: Dr.med. Ullrich Schneider, OA Sportklinik Hellersen / Abteilung Sportmedizin, Facharzt für Innere Medizin, Sportmedizin, Chirotherapie, Referent für Rehasport, Sportärztebund Westfalen e.V.

Organisatorische Leitung: Medizinisches Fortbildungszentrum Hagen GmbH

Referenten

Axel Kautz: Leitender PT- OMT, Masseur med. Bademeister, MSc i.A., SPT-DOSB, Lehrteammitglied DOSB, Ltd PT OSP Wattenscheid, PT Deutsche Leichtathletik Nationalmannschaft 1999-2010, Ltd-PT im St.Josef Hospital, RuhrSportReha Bochum, SPT-Grundlagen (Massage,Elektro-Therapie, ect.), Reha in den Regionen (UEX-OEX), Funktionelle Verbände

Christoph Eißing: PT-OMT, SPT-DOSB, Reha Trainer VfL-Bochum Jugend/Profi Bereich, PT der DFL Bundesliga-Schiedsrichter national/international (Dortmund/Schalke), Ltd-Physiotherapeut der RuhrSportReha Bochum, SPT-Grundlagen (Massage, Tapen), Reha in den Regionen (UEX-WS-OEX)

Tom Fox: Diplom Sportwissenschaftler, Heilpraktiker Therapeut für klinische Psycho-Neuro-Immunologie (MSc i.o.), Wissenschaftlicher Co-Direktor der Natura Foundation (Körperbewegung & Ernährung), Heilpraktiker, Ernährungslehre, Muskelphysiologie, Trainingslehre

Caro Nischwitz: Psychologin BSc.,MSc., Sport-/Wirtschaftspsychologie, Schiedsrichterin Frauen Wasserball A-Lizenz, Bundesliga und Championsleague Spielerin Frauen Wasserball, Sportpsychologie

Ulrich Schneider: Leitender Arzt, Dr.med., FA für Innere Medizin, Sportmedizin, 2000-2007 Verbandsarzt Deutscher Skiverband, bis heute Tätigkeit für den Deutschen Fußball Bund (DFB); Leitender Arzt der Abteilung Sportmedizin der Sportklinik Hellersen (LSB und DOSB-lizensiertes Untersuchungszentrum), Sportklinik Hellersen, Abteilung Sportmedizin, Leistungsdiagnostik, Anti-Doping

Martin Bauer: Dr.med. FA für Orthopädie, Sportmedizin, Verbandsarzt Deutscher Schützenbund, Mitglied der Medizinischen und sportwiss. Kommission, des Intern. Bogenverbandes World Archery (WA), Lausanne Olympiaarzt 2008 Peking, Ltd.Arzt Reha Präventionsklinik Quellenhof
Bad Sassendorf, Sportorthopädische Verletzungen UEX-OEX

Manuela Kleynmans: PT -BSc., Sportphysiotherapeutin, MT, Frauen-Wasserball National Mannschaft, ehem. Leistungsschwimmerin, Behandlung-Reha WS

Nina Bartsch: PT, SPTeducation, MT, PT Frauen-Wasserball National Mannschaft, Frauen-Basketball Junioren Nationalmannschaft myofasziale Triggerpunkttherapie, Muskelphysiologie

Adressaten

nur KGs / PTs – andere erhalten keine Anerkennung bzw eine modifizierte Teilnamebescheinigung